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Die Macht des Darms

  • Autorenbild: PurePowerful
    PurePowerful
  • 16. Okt.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Nov.

Ernährung und Psyche - der Zusammenhang zwischen Ernährung, Darm und

mentale Widerstandskraft

Darm-Hirn-Achse

Viele denken bei mentaler Gesundheit zuerst an psychische Probleme, die auf äußere Umstände zurückzuführen sind. Dabei spielt die Ernährung eine maßgebliche Rolle bei der Stressverarbeitung und sogar bei der Erholungsfähigkeit.

Eine aktuelle Studie - die GAIA-Studie - untersuchte die Rolle der Ernährungsweise bei Burnout und langfristiger körperlicher sowie mentaler Stärke. Dabei wurde durch Befragung von 14.626 Teilnehmer untersucht, wie die Ernährung das psychische Wohlbefinden, das Stressmanagement und die Genesung von Infektionskrankheiten (einschließlich COVID-19) beeinflusst.

Das Ergebnis zeigte sehr deutlich, dass Menschen, die eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise praktizieren (regelmäßig frische, vollwertige pflanzliche Lebensmittel) eine deutlich bessere geistige und emotionale Widerstandsfähigkeit aufweisen konnten, was ihnen half, Burnout und Stress effektiver zu bewältigen. Sie zeigten weniger emotionale Erschöpfung/mentale Müdigkeit, bessere Schlafqualität und schnellere Erholung von Infekten.


Eine pflanzenbasierte, anti-entzündliche Ernährung wirkt demnach wie ein Schutzschild auf die Psyche. Kein Wunder, denn unser Darm ist eng mit unserem Gehirn verbunden und sie beeinflussen sich gegenseitig (Darm-Hirn-Achse).

Der Darm und das Gehirn kommunizieren über verschiedene Wege. Die Darm-Hirn-Achse ist ein komplexes, bidirektionales System, bei dem das Mikrobiom, das Immunsystem sowie neuronale und hormonelle Signalwege interagieren. Sie wird durch Ernährung, Stress und andere Lebensgewohnheiten stark beeinflusst.

Diese bidirektionale Verbindung bedeutet, dass der Zustand des einen den Zustand des anderen maßgeblich beeinflussen kann.

Immunzellen sowohl im Darm als auch im Gehirn sind aktiv an dieser Kommunikation beteiligt.

Botenstoffe des Immunsystems (Zytokine), wie Interleukine, Interferone und TNF-α, können bei Entzündungen und dem Leaky-Gut-Syndrom (dabei gelangen unerwünschte Stoffe wie Bakterien und Toxine in den Blutkreislauf) produziert werden.

Sie gelangen ins Gehirn und können dort Entzündungen fördern, Nervenzellen beeinflussen und die Blut-Hirn-Schranke durchlässiger machen, was den Eintritt schädlicher Substanzen erleichtert.


Die Studie zeigt, dass eine nährstoffreiche Ernährung die Produktion von Botenstoffen fördert, die sich positiv auf die Stimmung und Neurotransmitter auswirken.

Darmbakterien produzieren Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und GABA. Dabei handelt es sich um Signalmoleküle, die von einer Nervenzelle auf eine andere Zelle übertragen werden. Diese Signalmoleküle aus dem Darm können über das enterische Nervensystem und den Vagusnerv Signale ans Gehirn senden und so z. B. die Stressantwort und Emotionen steuern.

Umgekehrt wirken Neurotransmitter, die im Gehirn gebildet werden, auch auf den Darm. Sie können z.B. die Peristaltik (Darmbewegungen), den Blutfluss sowie Immunreaktionen beeinflussen.

Die Darm-Hirn-Achse ist daher bei einer Vielzahl von Erkrankungen von Bedeutung, darunter Reizdarmsyndrom, neurodegenerative Erkrankungen, Migräne, ADHS und psychische Störungen.

Da es sich um ein komplexes, bidirektionales System handelt, das stark durch Ernährung, Stress und Lebensgewohnheiten beeinflusst wird, ist es wichtig, an mehreren Punkten anzusetzen. Die GAIA-Studie zeigt eindeutig, dass Ernährung ein mächtiges Instrument der Selbstfürsorge und mentalen Stärkung darstellt, besonders in stressreichen Zeiten, die bei anhaltendem Zustand zu Erschöpfung oder Burnout führen können.


Fazit: Durch eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise lässt sich das Wohlbefinden steigern und das Immunsystem sowie die psychische Resilienz stärken.

Durch Mikronährstoffe, Probiotika, eine ballaststoffreiche Ernährung, ein gutes Stressmanagement sowie Bewegung schaffen Sie ein stabiles Fundament für Ihr ganzheitliches Wohlbefinden, Stressresistenz und tägliche Performance.

Mentale, belastende Blockaden (unbewusste Verhaltensmuster) und Ängste können durch gezielte Coaching-Methoden aufgelöst werden.


Besonders empfehlenswert können eine Darmreinigung und Darmsanierung sein, damit der Darm überhaupt erst in der Lage ist, seine wichtigen Aufgaben zu erfüllen.



Ein verschmutzter Darm kann keine Nährstoffe aufnehmen.

 

Quellen:

The GAIA Study, Connecting the Dots, Between Burnout and Nutrition, March 2025.

Ashique S, Mohanto S, Ahmed MG, Mishra N, Garg A, Chellappan DK, Omara T, Iqbal S, Kahwa I. Gut-brain axis: Acutting-edge approach to target neurological disorders and potential synbiotic application. Heliyon. 2024 Jul 4;10(13):e34092.

Akademie der Naturheilkunde

 

 
 
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